"Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit."
(2. Timotheus 1,7)


Gedanken von Pfr. Bernd Bartelheimer

Es ist mittlerweile ein wichtiges Ritual:
Die Kerze angezündet um 19.25 Uhr.,
19.26 Uhr: gleich ist das Gebet in ökumenischer Verbundenheit.
19.30 Uhr. Stille. Wir sitzen uns still am Küchentisch gegenüber, meine Frau und ich.
Jeder für sich, vor Gott, in seinen Gedanken, die uns jetzt bewegen. Menschen, denen ich verbunden bin, auch Menschen, die uns verlassen haben. Die Situation überhaupt jetzt. Weniger ist mehr. Durch Bleibenlassen mehr tun können als durch Handeln. Und doch auch da sein, wo man gebraucht wird.
Über allem: Was jetzt ist, es steht in Gottes Hand. Ich bin dabei, aber es steht in seiner Hand.
Das werden jetzt viele Menschen spüren, die im stillen Gebet verbunden sind.
Zum Schluss: Das stille Vater unser. Das Aufschauen auf beiden Seiten.
Wir haben gemerkt, wie gut die Stille tat. Wie sie Kraft gibt für das, was zu tun und zu lassen ist.
Mit diesen Gedanken möchte ich jede und jeden ermutigen, sich zu beteiligen. Jedenfalls da, wo es passt. Einfach eine stille Unterbrechung in dieser Zeit, wo so vieles ungewiss ist.
Und dann noch: die Kerze im Fenster mehrere Minuten brennen lassen. Vielleicht sieht sie jemand, vielleicht auch nicht. Sie fotografieren als Ermutigung auf dieser Seite.
Für uns alle mit dem Gedanken: Die Kerze sagt uns: seid getrost. Auch wenn die Zeit nicht gut ist. Wir stehen alle in Gottes guter Hand.

Ihr/ euer Bernd Bartelheimer


Gebet Pfarrerin Timpe-Neuhaus