7 Menschen ganz unterschiedlichen Alters präsentierten ihr persönliches Herzenslied und erläuterten ihre jeweilige besondere Beziehung zu dem Lied.
Dank stimmungsvoller Beleuchtung, angenehm warmer Raumtemperatur und guter Verstärkeranlage konnten Sängerinnen und Sänger die Akustik der Ebbergkirche optimal nutzen.
Pastorin Anja Martin begrüßte mit einer Einführung in die Projektidee. Das Herz, ein lebenswichtiges Organ, wird zugleich als Zentrum unserer Emotionen, als innerer Motor im übertragenen Sinne gesehen. „Ein fröhliches Herz macht ein strahlendes Angesicht“ (Buch der Sprüche) verdeutlicht, wie durch ein herzliches fröhliches Lachen eine positive innere Stimmung entsteht.
Als erste erläutert Sophie Skambraks, warum ihr der Song „If I were a boy“ von Beyoncé momentan so gut gefällt. Anschließend trug sie das Stück dann unter eigener Gitarrenbegleitung sehr versiert vor.
Ihre Schwester Katharina Skambraks sang (unterstützt von Sophie mit der Gitarre) den Song „What I was made for“ von Billie Eilish, gewidmet der Suche nach Gefühl, Sinn und Lebensinhalt.
Sehr eindringlich präsentierte Ella Grete begleitet am Flügel von ihrem Vater Dirk „Wozu sind Kriege da?“ (von Udo Lindenberg komponiert): aus kindlicher Perspektive wird die Notwendigkeit von Kriegen hinterfragt und die irrwitzige Dramatik herausgestellt.
Anschließend bedankte sich Matthias Bernard in seiner stets freundlichen Art für die Chance, sein Herzenslied vorbringen zu dürfen: In einer dramatischen Phase seines Lebens kam es zu einem „Stoßgebet“, das eine Wende bewirkte. Das selbstgeschriebene Lied präsentierte er eindrucksvoll mit Gitarrenbegleitung.
A capella folgte der Gospel „Swing Low Sweet Chariot”, präsentiert von Alan Baker, ein wunderbares Klangerlebnis, eingebettet in die Historie dieses besonderen Liedes, von den amerikanischen Befreiungskriegen, über Alan Bakers persönliche Geschichte, bis hin zur inoffiziellen Hymne der englischen Rugby- Nationalmannschaft.
Ingo Figge, enorm hilfreich schon bei den Vorbereitungen der Technik, faszinierte in Begleitung der (nach ihrer Chorprobe herbeigeeilten) Viktoria Ibsch am Flügel mit einer romantischen Ballade: „Die Uhr“ (J. G. Seidel, vertont von C. Löwe) weist hin auf die Vergänglichkeit des Lebens hin, vermittelt zugleich Grundvertrauen aus Gottes Hand angenommen als wahre Lebensphilosophie.
Maike Schmidt hatte durch das Musical „Elisabeth“ wieder zurück zum Gesang gefunden. Sie präsentierte – geschult durch Gesangslehrerin Ursula Schwingel, – das umwerfende Lied „Ich gehöre nur mir“, in dem Freiheit und Unabhängigkeit besonders strahlen.
Mit großem Applaus dankten alle für diese bewegenden Beiträge und die zu Herzen gehenden Statements. Gänsehaut-Momente pur!
Rosen und Mandel-Apfel-Küchlein in Herzform unterstrichen den Dank der Initiatorinnen Pastorin Anja Martin und Dr. Anne-Babett Woelke-Westhoff an die sieben Engagierten. Für eine Fortsetzung des Projektes wurde deutlich plädiert, damit weitere „Herzenslieder“ erklingen können.