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„Wenn die Kirche nicht im Dorf bleibt“

… so lautet die Überschrift einer Fernsehsendung im ZDF.

Eine große Herausforderung in diesen unruhigen Zeiten, die viele Gemeinden hart trifft – auch Ihmert und Bredenbruch.

Am 11.03.2025 mussten wir auf der Gemeindeversammlung bekannt geben, dass – allen Bemühungen zum Trotz – die Anstrengungen für den Erhalt unserer Kirche und damit auch für die gemeinsame Nutzung des neuen Foyers keine Chance haben. Die Kosten von 2,1 Mil. Euro sind in Zeiten, in denen auch die Kirche vor erheblichen finanziellen Einbrüchen steht, einfach nicht zu stemmen. Selbst ein Umbau im Bestand würde ohne Fördergelder mehr als 700.000 Euro kosten.

Tief erschüttert mussten wir einsehen, dass unsere ev. Kirche ein Abschiedsgebäude ist, das spätestens 2030 geschlossen werden soll.

Damit stehen wir vor der drängenden Frage: Wie und wo können und sollen in Zukunft im Dorf Gottesdienste und Angebote wie die Mädchen- und Jungenjungschar, Bastelkreis, Frauengemeinschaft, Spieletreff, Männerkreis, Yoga, Kochtopf, Dorffrühstück oder Sängertreff stattfinden?

Wird es uns im Dorf gelingen, uns für eine gemeinsame Lösung stark zu machen? Auch für die katholische Gemeinde und in Bezug auf die Gemeindehalle, die Feuerwehr u.a. muss neu bzw. anders gedacht werden.

Kann so etwas wie in Ispei gelingen, dass alle Vereine und Gruppen und eben auch Kirchen ein gemeinsames Gebäude nutzen?

Bei Recherchen ist festzustellen, dass in vielen Dörfern, in denen Kirchen aufgegeben wurden, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft eher wächst. Gerade die jüngere Generation zeigt großes Interesse an dem Erhalt von Gemeinschaft. So wie auch in Ihmert.

Unsere Gemeinde hat in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Hemer einen Sachkundigen beauftragt, sich um die Nachnutzung der Abschiedsgebäude zu kümmern. Herr Lachmann war bereits auf unserer Gemeindeversammlung im März anwesend und hat eine erste Einschätzung der Gebäude vorgenommen.

Vielen, die in der Ihmerter Kirche groß geworden sind und allen Leitungsverantwortlichen tut dieser Einschnitt sehr weh und ist eine bittere Erfahrung.

Für alle, die die Gemeinde finanziell unterstützt haben, haben wir auf der Gemeindeversammlung entschieden, die Spenden zunächst für eine sinnvolle Verwendung in der Dorfgemeinschaft festzuhalten. 

„Kirche findet statt“ jetzt und heute und morgen! In welcher Weise auch immer…

Wir rücken zusammen mit der Gemeinde Hemer und mit der Gemeinde Lendringsen, die das große Glück hatte schon zu wirtschaftlich besseren Zeiten ihre Quartiersarbeit umzusetzen. Wir erleben diese gemeinsame Arbeit als hoffungsvoll, bereichernd und tragend auf dem Weg der Veränderungen in unserer Kirche.

Heidrun Brucke, Gaby Bach, Britta Droste

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